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  • susakarr

Physical Connotations

Aktualisiert: vor einem Tag

What will happen now with the changes after the crisis? About food, for example. Is what has been demanded for decades finally being implemented? Less meat? Better yet: no meat? And before the answer comes, which nobody really believes, let alone can hear, that meat is such a sensual food: a short digression to "sensual food". With very many people, the main part of the production takes place preferably withdrawn from the senses. Paradoxically, the killing that necessarily precedes the consumption of meat is also not addressed. All possible senses are faded out. Face, smell, not to forget: hearing. Slaughterhouses are not islands of peace.


In this moment Okapi and Zebra turn around and leave the scene.


The combination of eating to live and killing to eat is the basis for the following considerations. The fact that living beings feed on organic products that have gone through a life cycle can be accepted as unchallenged. What kind of life cycle, what kind of living beings and what kind of life, therein lie the differences. How something becomes food, with what care and ambition something is cultivated and selected, here too there are massive differences.


The suffering imposed on living beings before they "become" food is an essential factor. If one decides to shorten the life of other living beings in order to assimilate them, there must at least be information available about how this life was formed. Still, and even in the present situation, meat production is very concerned that consumers should not be bothered by the circumstances of production. That the terrible truth is only an accident, an unfortunate coincidence, an exception and that the killing processes are "normally" acceptable. For whom? In fact, for no one. Neither for the killed, nor for the killing.


"If the walls of slaughterhouses were made of glass, people would not eat meat", is a recurring statement. The crucial question arises here, again, that of the capacity for suffering. The consideration is not: can they think? But rather: Can they suffer? The question has long been answered. Yes, they can. And that's why all consumers are faced with the question: how much suffering am I willing to accept? And the capacity of suffering includes the consumers. Because exactly this is one reason of fading out reality: if they see the suffering of the animals, the suffering reaches out to them. Despite the tactics of obfuscation, enough images have been released to the "outside". From the hell of reality to the connoisseurs of "sensual food". May the gazes of those animals that reach us all from this real, daily working hell of meat and milk production haunt all of them and stay active in their subconscious. Who may wonder about the psychological problems that are so numerous in our societies? Isn't it obvious that a violent, merciless mindset, which manifests itself in slaughterhouses, for example, also manifests itself on other levels? Back to sensuality. The fact that the entire provision of edible goods functions prosaically under the name of "food industry" gives an impression of the de-sensualized handling. Namely also of a way of dealing with things that does allow a life mediated by senses only in a censored way. A small secondary thought leads me to consider how I should manage to make the products offered in the sterile and functional mega supermarket attractive again, to give them back their sensuality. As if they had lost them in this environment, which organizes, mediates and labels everything, reducing the communication process to the staff at the checkouts, who, as a supposedly individual reaction, each time wish them a good day. The fact that there is a causal connection between empathy and connectedness of living beings cannot be denied. A culture of individuation, i.e. an overemphasis on the egoism of the individual who is closest to himself, promotes a false understanding of individuality. Anyway, the term "individuality" hardly fits the neo-liberal mass society, with all its trend regulations and in-lists, but that is a different discussion. Connectedness in this case also refers to one's own connection to one's own perception and soul. Perception is at the beginning, feelings and thoughts cannot be separated. Perceptibility refers to moments of the now.

Bild von Pexels auf Pixabay


Physische Konnotationen

Was tut sich jetzt mit den Veränderungen nach der Krise? Bezüglich Essen, zum Beispiel. Wird endlich umgesetzt, was seit Jahrzehnten gefordert wird? Weniger Fleisch? Besser noch: kein Fleisch? Und bevor die Entgegnung kommt, die eigentlich niemand glaubt geschweige denn irgendwer noch hören kann: das Fleisch ein so sinnliches Lebensmittel sei: ein kurzer Exkurs zum „sinnlichen Essen“. Bei sehr vielen Menschen findet der Hauptteil der Produktion vorzugsweise den Sinnen entzogen statt. Paradoxerweise wird außerdem die dem Konsum von Fleisch notwendig vorausgehende Tötung nicht thematisiert. Da werden gleich mal alle möglichen Sinne ausgeblendet. Gesicht, Geruch, nicht zu vergessen: Gehör. Schlachthöfe sind keine Inseln der Ruhe.

In diesem Moment drehen sich Okapi und Zebra um und verlassen die Szene. Die Kombination essen um zu (über)leben und töten um zu essen bildet eine Grundlage für die folgenden Überlegungen. Dass Lebewesen sich von organischen Produkten ernähren, die einen Lebenszyklus durchlaufen haben, ist unwidersprochen. Welche Art von Lebenszyklus, welche Art von Lebewesen und welche Art von Leben, darin liegen die Unterschiede. Wie etwas zur Nahrung wird, mit welcher Sorgfalt und Ambition etwas herangezogen und ausgewählt wird, auch hier liegen massive Unterschiede. Das dem Organischen auferlegte Leid, bevor es zur Nahrung wird, ist ein wesentlicher Faktor. Wenn man sich dafür entscheidet, das Leben anderer Lebewesen zu verkürzen, um sie sich einzuverleiben, muss zumindest Information darüber vorhanden sein, wie sich dieses Leben gestaltet hat. Immer noch, und sogar in der gegenwärtigen Situation wird von Seiten der Fleischproduktion großer Wert darauf gelegt, dass die Konsumenten nicht mit den Umständen der Produktion behelligt werden. Dass die furchtbare Wahrheit nur ein Unfall, ein unglücklicher Zufall, eine Ausnahme sei und die Tötungsprozesse normalerweise" akzeptabel seien. Für wen? In der Tat, für niemanden. Weder für die Getöteten, noch für die Tötenden. „Wenn die Mauern der Schlachthöfe aus Glas wären, würden die Menschen kein Fleisch essen“, wird immer wieder gesagt. Dabei taucht die entscheidende Frage auf, die nach der Leidensfähigkeit. Die Überlegung ist nicht: Können sie denken? Sondern: Können sie leiden? Die Frage ist längst geklärt. Ja, sie können es. Und deswegen stellt sich an alle KonsumentInnen die Frage: wie viel Leid bin ich gewillt hinzunehmen? Die Leidensfähigkeit schließt die KonsumentInnen ein. Genau das ist einer der Gründe für die Ausblendung der Realität: Wenn das Leiden der Tiere sichtbar wird, reicht das Leiden bis zu den KonsumentInnen hinüber. Trotz Verschleierungstaktiken sind genug Bilder nach „außen“ gelangt. Aus der Hölle der Realität zu den Geniessern „sinnlichen Essens“. Mögen die Blicke jener Tiere, die uns alle aus dieser realen, täglich werkenden Hölle der Fleisch-und Milchproduktion erreichen, all jene verfolgen und in ihrem Unterbewusstsein festsetzen. Wer mag sich über psychische Probleme wundern, die in unseren Gesellschaften so zahlreich sind? Liegt nicht auf der Hand, dass ein gewalttätiges, gnadenloses Mindset, das sich etwa in Schlachthöfen manifestiert, sich auch auf anderen Ebenen bemerkbar macht? Zurück zur Sinnlichkeit. Dass die gesamte Bereitstellung essbarer Güter prosaisch unter dem Namen „Nahrungsmittelindustrie“ fungiert, vermittelt einen Eindruck des ent-sinnlichten Umgangs. Nämlich auch eines Umgangs mit anderen, Menschen Tieren, Pflanzen, der ein sinnlich vermitteltes Leben nur in zensierter Weise zulässt. Ein kleiner Nebengedanke führt mich zur Überlegung, auf welche Weise ich es zuwege bringen soll, die im steril funktional aufgebauten Megasupermarkt dargebotenen Produkte wieder attraktiv zu machen, ihnen ihre Sinnlichkeit zurückzugeben. Als hätten sie sie verloren in diesem Umfeld, das alles ordnet und schlichtet und etikettiert, den Kommunikationsprozess auf das Personal an den Kassen reduziert, das als vermeintlich individuelle Reaktion jeweils einen schönen Tag noch wünscht. Dass ein ursächlicher Zusammenhang zwischen Einfühlungsvermögen und der Wahrnehmung der Verbundenheit von Lebewesen besteht, kann nicht bestritten werden. Eine Kultur der Individuation, d. h. einer Überbetonung des Egoismus des Einzelnen, der sich selbst am nächsten ist, befördert ein falsches Verständnis von Individualität. Ohnehin passt der Terminus „Individualität“ kaum zu neoliberalen Massengesellschaften, mit all ihren Trendvorschriften und In-Listen, aber das ist eine andere Diskussion. Verbundenheit bezieht sich in diesem Falle auch auf die eigene Verbindung zur eigenen Wahrnehmung und Seele. Wahrnehmung steht am Beginn, Gefühle und Gedanken lassen sich nicht trennen. Erkennbarkeit bezeichnet Momente des Jetzt.

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