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No going back to normal


If everyone were to respond to the prosaic roar of those who dismiss the changeability of the world and its social conditions as an unrealistic dream, innovative projects could be dismissed from the outset. This concerns activists as well as philosophers, people who strive for beauty, liveliness and diversity, who understand art, music and poetry as a force that clings to a dream. Who are independent enough to see the positive as well and to direct their power to it, despite the constant presentation of negative news. Who have the courage to keep the dream alive even in the face of destruction.

In the horizon of a connectedness among living beings the perspective changes and expands: connections become visible. Beauty and meaning are revealed on an infinite number of levels. This newly elevated wealth of experience owes itself to a readiness to participate in the living, which in its manifold forms eludes unambiguity and dogmatic definitions. Thanks to the power of connectedness, which brings her most dazzling child, the imagination, into the world as a surprising creative force, there is always the possibility to create and experience the world anew.

It is absolutely inadmissible to exclude the dream from the construction of reality. On the contrary, it is the force that sets change in motion.

Moreover, the assertion that nothing can be changed is an alibi argument of resignation and a placeholder of the status quo.

If philosophy no longer devotes itself to the project of changeability, to the reinterpretation of values, it is redundant and, l'art pour l'art, it deals with itself. This can be appealing, social relevance cannot be claimed with it.

The attempt to gain an overview of the current situation - state of the earth - could lead to the following observations: it is obvious and comprehensible that the existing hierarchical orders, the distribution of the possibilities of determination over parts of the world, are once again being rearranged. An ongoing, quasi-constant change is not unusual, but the momentary shifts seem to be taking place faster and on a larger scale. So now it is time to change what has been recognized as wrong. Without stubbornly persisting with so-called traditions.

It is important to understand the crisis as an opportunity, as a call to act, even beyond the bounds of thesis papers. Finally, widen the circle of those whose well-being is relevant. The world is a multispecies crowd in many colors, sizes, characters. The power of empathy, imagination and perception helps in this. All qualities that are included when entering the world.

For the weakest and least adaptive member of the planet, the so-called homo sapiens sapiens, survival will not be possible unless he learns to see himself as part of a larger context on which he is totally dependent. Not that it wouldn't be possible without him. The other species wouldn't miss him. Or perhaps a few.

- Say, Okapi, what's all this talk of soul and empathy? What do you mean, empathy? Zebra is obviously impatient. - Totally unacademic? Okapi wants to know. Zebra nods. - Empathy is always preceded by perception. Without perception, we are nothing and can't recognize anything. So we don't have to look for something behind what we perceive. Not like in the religions, which always warn against being deceived by the senses. But we are also not the ones who blindly follow supposed instincts. Why should we settle for such a one-dimensional view?


Bild von Pexels auf Pixabay


Kein zurück zu „Normal“

Würden sich alle auf das prosaische Getöse derjenigen einlassen, die die Veränderbarkeit der Welt und ihrer gesellschaftlichen Verhältnisse als unrealistischen Traum hinstellen, könnte man innovative Projekte von vornherein abtun. Dies betrifft AktivistInnen ebenso wie PhilosophInnen, Menschen die nach Schönheit, Lebendigkeit und Vielfalt streben, die Kunst, Musik und Poesie als Kraft verstehen, die an einem Traum festhalten. Die trotz ständig präsentierter negativer Nachrichten unabhängig genug sind, auch das Positive zu sehen und ihre Kraft dorthin zu lenken. Die auch im Angesicht der Zerstörung den Mut haben, den Traum aufrechtzuerhalten.

Im Horizont einer Verbundenheit unter den Lebewesen verändert und erweitert sich die Perspektive: Es werden Zusammenhänge sichtbar. Schönheit und Sinn erschließen sich auf unendlich vielen Ebenen. Dieser erneut gehobene Erfahrungsschatz verdankt sich einer Bereitschaft zur Teilhabe am Lebendigen, das sich in seinen vielfältigen Gestalten Eindeutigkeit und dogmatischen Definitionen entzieht. Dank des Vermögens der Verbundenheit, die ihr schillerndstes Kind, die Imagination, als überraschende Gestaltungskraft in die Welt setzt, gibt es immer wieder die Möglichkeit, Welt neu zu gestalten und zu erfahren.

Es ist absolut unzulässig, den Traum aus der Wirklichkeitskonstruktion auszuschließen. Er ist im Gegenteil diejenige Kraft, die Veränderung in Gang bringt.

Zudem ist die Behauptung, nichts ließe sich verändern, ein Alibi-Argument der Resignation und ein Platzhalter des Status Quo.

Wenn Philosophie sich nicht mehr dem Projekt der Veränderbarkeit, der Umdeutung der Werte widmet, ist sie redundant und beschäftigt sich, l'art pour l'art, mit sich selbst. Das kann reizvoll sein, gesellschaftliche Relevanz kann damit nicht geltend gemacht werden.


Der Versuch, einen Überblick über die jetzige Situation – state of the earth - zu gewinnen, könnte in etwa folgende Beobachtungen nach sich ziehen:

es ist offensichtlich und nachvollziehbar, dass die bestehenden hierarchischen Ordnungen, die Verteilung der Bestimmungsmöglichkeiten über Teile der Welt, wieder einmal neu geordnet werden. Eine ständige, quasi konstante Veränderung ist nicht außergewöhnlich, aber die momentanen Verschiebungen scheinen sich großräumiger und schneller abzuspielen. Jetzt also verändern, was man als falsch erkannt hat. Ohne bockiges Verharren auf sogenannten Traditionen.

Es gilt, die Krise als Chance zu begreifen, als Aufruf zu agieren, auch jenseits von Thesenpapieren. Endlich den Kreis derjenigen ausweiten, deren Wohlergehen relevant ist. Die Welt ist eine multispecies Veranstaltung in vielen Farben, Größen, Charakteren. Dabei hilft die Kraft der Einfühlung, der Imagination, der Wahrnehmung. Alles Eigenschaften die beim Eintritt in die Welt mitgeliefert sind.

Für den schwächsten und am wenigsten Adaptiven auf dem Planeten, den sogenannten homo sapiens sapiens, wird ein Überleben nicht möglich sein, wenn er sich nicht als Teil eines größeren Zusammenhangs begreifen lernt, von dem er ganz und gar abhängig ist. Nicht, dass es ohne ihn nicht ginge. Die anderen Spezies würden ihn nicht vermissen. Oder vielleicht einige wenige.

- Sag mal Okapi, was soll das eigentlich immer, dieses Gerede von Seele und Einfühlung? Was meinst Du mit Einfühlung? Zebra ist sichtlich ungeduldig. - Ganz unakademisch? will Okapi wissen. Zebra nickt. - Der Einfühlung geht immer eine Wahrnehmung voraus. Ohne Wahrnehmung sind wir nichts und können nichts erkennen. Wir müssen also nicht nach etwas suchen, das sich hinter dem verbirgt, was wir wahrnehmen. Nicht wie in den Religionen, die immer vor einer Täuschung durch die Sinne warnen. Aber wir sind auch nicht diejenigen, die nur blind vermeintlichen Instinkten folgen. Wieso sollte man sich mit einer so eindimensionalen Sichtweise begnügen?

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